Tour 16: DAS ORNANO

Ausgangsort UND Endpunkt
Ajaccio

Charakter
Den Zentren des korsischen Badetourismus steht die Einsamkeit des Hinterlandes gegenüber. Traumstrände, weitreichende Panoramen und kurvige Seitenstraßen prägen die Rundtour.

Strecke
Ajaccio - Porticcio - Verghia - Coti-Chiavari - Acqua Doria - Tassinca - Marato - Bisinao - Pisciatello - Ajaccio

Zeit
2 Stunden für 100 km


Auf der breit und gut ausgebauten N 193 lassen wir Ajaccio schnell hinter uns und fahren in Richtung Propriano. Kurz vor Pisciatello zweigt die D 55 rechts ab. Es dauert nicht lange, da erscheinen die ersten Feriendörfer in den macchiabewachsenen Hängen. An der Küste reihen sich Bars, Hotels und Diskotheken aneinander und versperren die Sicht auf die kilometerlangen, wunderschönen Sandstrände.

Vorbei an der mit exklusiven Villen bebauten Halbinsel Isolella nähern wir uns dem Traumstrand von Chiavari, der neben türkisfarbenem Meer einen Blick über den ganzen Golf bietet. Gleich hinter dem Strand verlassen wir die Küste und fahren landeinwärts durch einen stark duftenden Eukalyptuswald. Auf der rechten Seite zieht eine gewaltige, fast gespenstisch wirkende Fabrikruine unsere Blicke auf sich. 


Karibikfeeling an der Plage de Chiavari

Auf der gut asphaltierten Straße geht unsere Fahrt in engen Serpentinen weiter bergauf. Zwischendurch lugt immer wieder der Golf von Ajaccio durch das dichte Buschwerk. 


Bucht von Ajaccio


Idyllisch am Hang: Coti-Chiavari

Auf der D 55A fahren wir weiter über Coti-Chiavari nach Acqua Doria. Der Wald endet, und der Blick reicht weit über die Bucht bis zu der Inselgruppe der Iles Sanguinaires, die den Golf im Norden begrenzt.

Allmählich kommt der Strand von Cupabia in Sicht, den man über eine schmale Stichstraße erreicht. An der Kreuzung biegen wir jedoch links ab auf die D 355 nach Tassinca. Die Straße führt uns durch die einsamste Gegend der Tour. In langgezogenen Kurven durchstreifen wir das macchiabewachsene Hochland bis zum Col de Gradello (529 m). Am Paß geht es rechts ab auf die D 55 in Richtung Ajaccio. Durch ein schönes Waldgebiet führt uns die Straße zügig bergab. An der Weggabelung halten wir uns rechts und fahren in Richtung Marato. Auf aussichtsreicher Strecke gelangen wir zur Abzweigung auf die D 302 in Richtung Ajaccio. Uns steht eine der schönsten Paßabfahrten bevor. Auf 16 Kilometern Länge erwartet uns ein regelrechter Schräglagentanz bis zur Einmündung auf die N 196 bei Pisciatello, die uns zurückbringt nach Ajaccio.

 

Tipp 1!   Die Fabrikruine bei Verghia:

Es handelt sich dabei um ein ehemaliges Strafgefangenenlager aus den zwanziger Jahren. Hier wurde Öl hergestellt. Die massiv gemauerten Öfen sind im Inneren noch vorhanden.

 

Tipp 2! Korsisch essen:

Am Col de Gradello betreiben Antoinette und Alexandre Muzi die urgemütliche Kneipe A Baracca“, die echtes Geheimtipambiente versprüht (siehe Restaurant-Tipps)