Tour 15: DAS PRUNELLI-TAL

Ausgangsort UND Endpunkt
Ajaccio

Charakter
Auf gut ausgebauten Straßen gemütlich durch das landwirtschaftlich genutzte Ornano-Gebiet. Neben Kurzwanderungen zu idyllischen Wasserfällen und Badestellen am Fluß bietet die Tour eine tolle Landschaft und viele Kontakte mit Korsen.

Strecke
Ajaccio - Pisciatello - Cauro - Radicale - Bastelica  - Tolla - Ocana - Suarella - Pisciatello - Ajaccio

Zeit
3 Stunden für 90 km


Die N 193 führt uns von Ajaccio in Richtung Propriano. Auf der breiten Straße lassen wir den hektischen Großstadtverkehr schnell hinter uns. Bei Pisciatello verlassen wir die Küstenstraße und fahren auf der N 196 bis nach Cauro.

Mitten im Ort zweigt die D 27 links ab in Richtung Bastelica. Gemütlich schlängelt sich die gut ausgebaute Straße durch ein Waldgebiet, das immer wieder von Weideflächen unterbrochen wird. Fünf Kilometer hinter Cauro steht ein Brunnen am rechten Straßenrand. Das ist der Ausgangspunkt zu einem Kurztrip zu einem kleinen Wasserfall. Aus 15 m Höhe prasselt der „Cascade de St. Alberto“ herab und eignet sich bestens für eine erfrischende Kurzdusche.


Kräftig im Strahl: Cascade de St. Alberto


Ehemalige Hauptverbindungsstrecke

Die Fahrt geht weiter bergauf und führt über den Col de Marcuccio (670 m). Hinter dem Col de Cricheto (725 m) zweigt ein kleines Sträßchen rechts ab, das mehr einem Feldweg ähnelt. Es ist die alte Verbindungsstrecke zwischen Cauro und Bastelica und bietet schöne Ausblicke auf die umliegenden Berge. 

Nach fünf Kilometern stoßen wir wieder auf die D 27 und fahren weiter nach Bastelica. Mitten im Ort steht ein Denkmal, das den berühmtesten Sohn des Ortes, Sampiero Corso in kämpferischer Pose zeigt.


Volksheld Sampiero Corso


Tolles in Tolla

Auf der D 27 geht es zurück ins Tal. Kurz hinter dem Col de Menta (756 m) zweigt die D 3 rechts ab in Richtung Tolla. Das Tal wird eng und die schmale Straße windet sich durch die schroffe Prunelli-Schlucht. Dahinter kommt allmählich der Stausee „Barrage de Tolla“ in Sicht. Wir kommen nach Tolla, das idyllisch direkt über dem See liegt.

Ein Stop lohnt sich. Der ganze Ort und seine Bewohner strahlen regelrecht um die Wette, was seine Freundlichkeit angeht.


Casanova aus Tolla


Der Stausee von Tolla

Hinter Tolla haben wir am Col de Mercujo (715 m) einen weitreichenden Blick über das Gravona-Tal bis zum Golf von Ajaccio. Direkt hinter dem Paß weist ein Hinweisschild den Weg zum "Belvedere". Nach hundert Metren hat man einen wunderbaren Blick auf den Stausee und die 90 m hohe Staumauer.

Die Fahrt ins Tal ist eng und kurvenreich bis zur Abzweigung auf die D 103 links ab in Richtung Suarella. Nach wenigen Kilometern haben wir wieder die N 196 erreicht, die uns zurück nach Ajaccio bringt.

 

Tipp 1!  Kurzwanderung zur Brücke von Zipitoli“:

Hinter dem Col de Marcuccio weist ein Holzschild den Weg zur „Brücke von Zipitoli“, einer kleinen, uralten Genueserbrücke über die Ese. Ein paar Meter unterhalb gibt es einige schöne Badestellen.


Die Brücke von Zipitoli

 

Tipp 2! Sampiero Corso (1498 - 1567):

Er war seinerzeit die bestimmende Figur auf Korsika. Als Oberbefehlshaber der korsischen Truppen und in Frankreichs Diensten war er maßgeblich daran beteiligt, daß Frankreich für kurze Zeit die Herrschaft Genuas über die Insel ablöste.

 

Tipp 3! Abstecher zum Wintersportort „Val d’Ese:

Von Bastelica aus auf der D 27A zum bekannten Wintersportort in 1500 m Höhe. Nach einem Bombenanschlag rüstet sich der Ort für die neue Saison.

 

Tipp 4! Korsisch essen:

Das Restaurant Chez Joseph gehört zum Campingplatz „A Selva“ bei Tolla. Atmosphärisches und Kulinarisches vom Feinsten. M. Joseph kocht und brät, was gerade da ist. Und das wissen auch die Tollaner zu schätzen (siehe Restaurants).