Tour 12: DAS FANGO-TAL

Ausgangsort
Porto

Endpunkt
Monte Estremo

Charakter
Nach der spektakulären Fahrt entlang der Steilküste folgt der einsame Abschnitt durch das Landesinnere auf der alten Küstenstraße. Das Fango-Tal bietet die besten Fluß-Bademöglichkeiten im Küstenbereich.

Strecke
Porto - Partinello - Curzo - Tuarelli - Monte Estremo

Zeit
2 Stunden für 60 km

Der Golf von Porto, das heißt vor allem Steilküste und spektakuläres Panorama. Davon wird uns auf den ersten Kilometern von Porto aus nach Norden einiges geboten. Kurz hinter dem Ort präsentiert sich Porto von seiner eindrucksvollsten Seite. Uns zu Füßen liegt der Hafen mit der vorgelagerten Felszunge und dem pisanischen Wachturm darauf. Dahinter erhebt sich der gewaltige Capo d’Orto (1294 m). Mit dem Fotografieren sollte man jedoch warten bis zum Abend (wegen den „Buenos Dias“).


Der Golf von Porto


Steilküste vom Feinsten

Gleich dahinter erwartet uns der vielleicht spektakulärste Küstenabschnitt. Die Felsen fallen fast senkrecht ins Meer, und aus 200 m Höhe bietet sich uns ein herrliches Panorama über den gesamten Golf. Die gut ausgebaute Straße windet sich in vielen, engen Kurven am Fels entlang. Einzig die vielen Wohnmobile können den Fahrspaß vermiesen.

Wir verlassen vorübergehend die Küste. Würzig duftende Macchia bestimmt nun wieder das Landschaftsbild. Die Ausbaustrecke endet zur Zeit bei Partinello. Hier beginnt die Kurbelei. Sport-Biker werden wenig Freude haben an der engen und holprigen Straße. Keine Hangausbuchtung wird ausgelassen. Was bleibt sind die eindrucksvollen Tiefblicke auf die stark zerklüftete Westküste.


Am Abend leuchten die Felsen knallrot

Am Col de Palmarella (408 m) verlassen wir endgültig die Küste. Durch ein weitläufiges Seitental des Fango kurven wir durch die einsame Küstenregion bis zur Kreuzung an der Bar „U Murelli“.

Hier zweigt die D 351 rechts ab und führt uns ins Fango-Tal. Die ersten Kilometer verlaufen sehr geradlinig. Bis kurz hinter Tuarelli verläuft die Straße parallel zum Fluß, so daß sich immer wieder Möglichkeiten ergeben, auf Stichstraßen zum Fluß zu kommen. Der Fango hat mehrere Badegumpen im felsigen Bett ausgewaschen, in denen es sich im glasklaren Wasser herrlich plantschen läßt.

Die Straße steigt allmählich an, und kurz vor Manso haben wir einen weitläufigen Blick über das Fango-Tal mit den hochaufragenden Capo Tafonato (2343 m) und Paglia Orba (2525 m), die das Tal begrenzen. Die Straße endet in Monte Estremo.


Fango-Talabschluß bei Monte Estremo

 

Tipp 1!  Porto

Der ehemalige Hafen des Örtchens Ota in der Spelunca-Schlucht besteht heute überwiegend aus einer Ansammlung von Hotels, Bars und Boutiquen. Dennoch ist Porto atmosphärisch durchaus reizvoll.

Von der Küstenstraße zweigt ein Sträßchen ab zur „Marina“, vorbei an gemütlichen Restaurants, Bars und meistens gähnend leeren Diskotheken. Es endet an einem Parkplatz am Fuß des pisanischen Turms, direkt am Meer. Von hier aus startet man am besten die „Kurzbesichtigung“ Portos. Den schönsten Blick hat man vom Dach des inzwischen renovierten und begehbaren Turms am Ende der Felszunge (Eintritt 10 FF). Der Fluß wurde inzwischen so tief ausgebaggert, daß auch größere Boote, wie die Ausflugsdampfer zur La Scandola hineinfahren können. Über die Bogenbrücke gelangt man zu Fuß zum großen Kieselstrand, der jedoch wegen den großen Steinen zum Abliegen nicht besonders attraktiv ist. Da hat der Golf wesentlich bessere Strände zu bieten. Dahinter ist ein dichter Eukalyptuswald mit riesigen Stämmen.


Der tief eingeschnittene Golf von Porto


Der pisanische Turm vom Meer aus

Tipp 2! Baden am Strand von Busaglia:

Am Verricella-Fluß entlang gelangt man über eine Stichstraße zum Klasse-Strand von Bussaglia. Der langgezogene Strandabschnitt liegt eindrucksvoll unterhalb der Steilküste mit großartigem Unterwasserpanorama für Schnorchelfans. FKK-Anhänger werden ganz links bedient.


Der Traumstrand von Busaglia

 

Tipp 3! Wanderung nach Girolata:


Girolata: Dorf ohne Straßen

Direkt am Col de la Croix (272 m) gelangt man über einen Trampelpfad nach Girolata, einem idyllischen Küstenort ohne Straßen. Der Ort ist nur per pedes oder vom Meer aus erreichbar. 

Tipp 4! Baden am Strand von Galeria:

Auf der D 351 gelangt man bis nach Galeria. Kurz vor dem Ort über die Kuppe mit dem Wachturm drüber. Dahinter liegt ein weitläufiger Kiesstrand. Hier kann man wahlweise im Meer oder im Mündungsbereich des Fango baden.


Die Fango-Mündung bei Galeria