Tour 09: Das bozio

Ausgangsort und Endpunkt
Aleria

Charakter
Das Bozio ist touristisch völlig unerschlossen. Entsprechend ursprünglich und still präsentieren sich die winzigen Weiler und deren Bewohner.

Strecke
Aléria - Tallone - Zuani - St. Andrea - Bustanico - Sermano - Féo - Erbajolo - Altiani - Pietraserena - Aléria

Zeit
3 Stunden für 120 km

Karte kommt noch


Auf der stark befahrenen N 198 durchstreifen wir eine der ertragreichsten Weinbaugebiete nördlich von Aléria. Die D 16 zweigt direkt hinter der Arena-Brücke links ab in Richtung Tallone.

Auf fast kerzengerader Straße fahren wir zügig direkt auf die vor uns liegende Hügelkette zu.


Eine der ganz seltenen geraden Straßen


Fernab jeglicher Touristen

Am Ende der Geraden wechselt die Landschaft unvermittelt. Es geht kurvenreich hinauf in die Berge, und bereits nach wenigen Minuten bietet sich uns ein weitreichender Blick über die Ostküste.

Allmählich rücken der spitzzackige Monte d’Oro (2389 m) und der flache Bergrücken des Monte Renoso (2352 m) ins Bild.


Endlose Weiten

An der Weggabelung halten wir uns links und bleiben auf der D 116 nach Zuani. Die Straße schlängelt sich in steilen Serpentinen den Hang hinauf bis zum Col de la Foata (834 m). Direkt am Paß zweigen wir in einer Linkskurve scharf links ab. Die Straße wird schlechter, und es wird immer einsamer.

Wir fahren am Kamm entlang und genießen die prächtige Aussicht nach beiden Seiten bis zur Weggabelung. Die D 16 führt uns links den Hang hinab in Richtung Erbajolo. An der nächsten Abzweigung geht es rechts ab in Richtung St. Andrea. Der weitreichende Blick auf Corte und das Golo-Tal entschädigt für den schlechten Straßenzustand. In Arbitro biegen wir rechts ab auf die D 339 nach St. Andrea.


Pittoresker Glockenturm

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Blick auf Altiani

Mazzola lassen wir rechts am Hang liegen und biegen in Bustanico wieder links ab auf die D 441 nach Sermano. Vorbei an dem urigen Castellare geht die Fahrt durch lichten Eichenwald bis nach Féo, das eigentlich nur aus einem einzigen Haus besteht. Links ab folgt die D 39 dem Zingaio-Fluß. An der nächsten Flußbrücke biegen wir ab auf die D 14 nach Erbajolo. In Altiani fällt der ungewohnte, schneeweiße Kirchturm ins Auge. Ungewöhnlich sind die ausgerechnet in dieser Gegend installierten Bodenschwellen gegen allzu sportliches Fahren.

Hinter Pietraserena folgen wir der Abzweigung nach links auf die D 14. Die Küste kommt wieder in Sicht, und in engen Kurven nähern wir uns der breit und gut ausgebauten N 200, die uns zügig in wenigen Minuten zurückbringt nach Aléria.


Zurück in die Zivilisation

 

Tipp 1!  In Bustanico begann 1729 der korsische Unabhängigkeitskampf, als sich die Korsen gegen ihre genuesischen Besatzer auflehnten.

 

Tipp 2! Die Rotweine aus dem Gebiet um Aléria werden auch nach Deutschland exportiert.