Tour 05: Balagne fÉrtile

Ausgangsort und Endpunkt
Algajola

Charakter
Eine der schönsten Panoramastrecken Korsikas mit viel Abwechslung. Die Fahrt geht an urigen Dörfern vorbei und führt auf über 1000 Höhenmeter.

Strecke
Algajola - Cateri - Feliceto - Speloncato - Pioggiola - Olmi-Cappella - Belgodère - Lozari - L’Ile Rousse - Algajola

Zeit
3 Stunden für 110 km


Ein Stück weit folgen wir der Küstenstraße N 197 in Richtung Calvi. Kurz vor Lumio zweigt die D 71 links ab in Richtung Belgodère, und wir gewinnen schnell an Höhe.

Cateri ist bald erreicht. Ein Abstecher in den Ort hinein ist absolut lohnend. Ein Wirrwarr kleinster Straßen mit schön angelegten Kopfsteinpflaster und gepflegten Häuserfassaden bieten jede Menge Fotomotive.


Klein und fein: Cateri


Bergdorf Speloncato

Wir setzen unsere Fahrt auf der Höhenstraße fort und genießen immer wieder das Panorama. Blickfang ist dabei der zentral gelegene Stausee, der vom Regino-Fluß gespeist wird und die Wasserversorgung der Region sicherstellt. Vorbei an idyllisch am Hang liegenden Dörfern biegen wir kurz hinter Nessa an der Weggabelung rechts ab und kommen nach Speloncato. Der Ort wurde auf einem Felsvorsprung angelegt und gibt mit dem Monte Tolo (1332 m) im Hintergrund ein beeindruckendes Bild ab. Hinter dem Marktplatz, der sich zu einer Kaffeepause geradezu aufdrängt geht die Fahrt weiter in Richtung Pioggiola.

Auf unbefestigter, aber gut asphaltierter Straße schrauben wir uns in vielen Serpentinen bis auf über 1000 Höhenmeter. Die Landschaft wird allmählich alpin, während uns die nördliche Balagne mit dem tiefblauen Meer dahinter regelrecht zu Füßen liegt.


Auf dem Weg zum Paß


Spitze: Monte Padro

Der höchste Punkt ist an der Bocca di a Barraglia mit 1099 m erreicht, und unvermittelt taucht vor uns der teilweise noch schneebedeckte Monte Padro (2390 m) auf.

Die Paßabfahrt führt uns in vielen engen Kurven durch dichten Kastanienwald bis kurz hinter Pioggiola. Wir biegen links ab auf die D 963 und fahren bis nach Olmi-Capella. Danach wird es einsam. Ortschaften sind keine mehr zu sehen, und die Landschaft wird von Macchia beherrscht.


Plage de Peraiola

Wir stoßen auf die N 197, biegen links ab und kommen nach Belgodère, das auf einer aussichtsreichen Bergterrasse thront. Auf der inzwischen sehr welligen, ehemaligen Hauptverkehrsstraße fahren wir hinab ins Tal und erreichen bei Lozari wieder die Küste.

Auf der gut ausgebauten Küstenstraße kommen wir zügig voran und haben bald wieder Algajola erreicht.

 

Tipp 1!  L’Ile Rousse

Pascal Paoli gründete die Stadt unter dem Namen Paoliville 1758 als Konkurrenzhafen für das genuazugewandte Calvi. Mittlerweile zählt der Ort knappe 3000 Einwohner. Sein heutiger Name ist abgeleitet von den vorgelagerten rötlichen Inseln, den Isula Rossa. Dafür behielt die zentrale, platanenbestandene Place Paoli den Namen des großen Patrioten, dessen Denkmal das Areal ziert.

Um die Place Paoli herum spielt sich das gesamte Touristentreiben ab. Rings um den quadratischen Platz reiht sich Café an Café. Von hier aus schließen sich eine mondäne Strandpromenade und die sehenswerte Altstadt mit winzigen Geschäften und Kneipen an.

 

Tipp 2! Abstecher nach St. Antonino:

Hinter Cateri auf die D 151. Der Ort mit dem Spitznamen „Adlerhorst“ liegt auf einer Kuppe und ist für den Verkehr gesperrt. Die Rundum-Aussicht ist überwältigend.


Top: St. Antonino

 

Tipp 3! Glasbläserei in Feliceto:

In Feliceto kann eine Glasbläserei besichtigt werden.

 

Tipp 4! Wanderung zum Monte Tolo (1332 m):

An der Bocca di a Barraglia in zwei Stunden zum Aussichtsberg Monte Tolo und zurück. (siehe Wanderungen)