![]() |
Wie bei jeder Reise bedarf es einer gründlichen Vorbereitung, damit man keine negativen Überraschungen erlebt. Das Besondere an Korsika ist, daß man mit der Fähre übersetzen muß. Viele werden damit kaum Erfahrung haben. Deshalb habe ich mich diesem Thema etwas intensiver gewidmet, um die Unsicherheit zu nehmen (ist alles halb so wild !). Was sonst noch im Vorfeld wichtig ist, gibt´s hier zu lesen.
|
![]() |
Karten |
Im
Buchhandel in der Heimat, aber auch in Korsika gibt es verschiedene Karten mit
einer großen Bandbreite an unterschiedlichen Maßstäben.
Die
beste Empfehlung für Motorradtouren ist die Michelin-Karte
Nummer 345 im Maßstab 1:150 000, die regelmäßig auf den neuesten Stand
gebracht wird. Darin enthalten sind exakte Straßenbezeichnungen und
-kategorien, Aussichtspunkte, Sehenswürdigkeiten und Entfernungen. Hilfreich
ist auch die starke Kontrastierung der Berghänge.
Wer sich außerdem für Wanderungen interessiert, sollte auf einen größeren Maßstab gehen. Da gibt es die IGN-Karten Nummer 73 und 74 im Maßstab 1:100 000 an. Sie enthalten zusätzlich Höhenlinien und Wanderwege. Sie sind jedoch ungenau und fehlerhaft bei den Straßenbezeichnungen und -kategorien. Auch bei den Ortsnamen bringen sie manchmal korsische, französische und italienische Bezeichnungen durcheinander. Sehr empfehlenswert dagegen sind die zwei Karten von Didier Richard im Maßstab 1:50.000 ("Corse du Nord", Nr. 20 und "Corse du Sud", Nr. 23), wenn sie dereinst wieder auf den Markt kommen. Mit etwas Glück findet man noch Restbestände in den Buchhandlungen vor Ort.
Wer’s ganz genau wissen will, dem sei zu den Cartes touristiques locales im Maßstab 1:25 000 geraten. Darauf ist fast jeder Stein erkennbar. In Deutschland müssen diese Karten jedoch meistens vorbestellt werden.
![]() |
Verkehrsbestimmungen |
Je
nachdem, welche Anfahrroute ausgewählt wird, sollte man sich vorher mit den
jeweiligen landesspezifischen Verkehrsbestimmungen vertraut machen:
Frankreich/ Korsika:
Auf
Korsika gelten grundsätzlich die gleichen Verkehrsbestimmungen wie in
Frankreich. Auf Autobahnen fallen Gebühren an.
Höchstgeschwindigkeiten:
- Autobahnen:
130 km/h (bei Nässe 110 km/h)
- außerhalb
geschlossener Ortschaften:
110 km/h (zweispurig; bei Nässe 100 km/h)
90 km/h (einspurig; bei Nässe 80 km/h)
- innerhalb
geschlossener Ortschaften:
60 km/h
Kreisverkehr:
die im Kreis Fahrenden haben Vorfahrt
Gelbe
Linie am Straßenrand: Parkverbot
Abblendlicht:
für Motorräder auch tagsüber Pflicht
Motorradhelm:
Pflicht
Radarfallen: insgesamt 9 stationäre und 5 mobile Radarfallen im Einsatz (Stand 2007)
aktuelle Info unter:
Verkehrsschilder:
„Passage
interdit“:
Durchfahrt verboten
„Ralentir“:
langsam fahren
„Rappel“:
Mahnung (zur Erinnerung an Gebote)
„Route
coupée“:
Straße unterbrochen
„Toutes Directions“:
meistens eine Umgehung; weist den Weg
in alle Richtungen
Spezielle
Regelungen für
Biker:
kleiner 125 cm³
größer 125 cm³
(leider nur auf französisch)
Österreich:
Die
Österreicher haben von den Schweizern gelernt und mit ihrem
Autobahn-"Pickerl" nun so richtig hingelangt.
Nur noch eine Frage der Zeit, wann auch die Deutschen "weich" werden
und Autobahngebühren einführen. Die wichtigsten Regelungen im Überblick:
Höchstgeschwindigkeiten:
- Autobahnen:
130 km/h
- außerhalb
geschlossener Ortschaften:
100 km/h
- innerhalb
geschlossener Ortschaften:
50 km/h
Abblendlicht: für Motorräder auch tagsüber Pflicht
Verbandskasten:
für Motorräder Pflicht
Schweiz:
Statt
permanenter Autobahngebühren gibt es eine Vignette, die man an der Grenze oder
bei den Automobilclubs erwerben kann. Die Grenzer legen darauf ein besonderes
Augenmerk bei der Einreise.
Höchstgeschwindigkeiten:
- Autobahnen:
120 km/h
100 km/h (in Tunnels mit 2 Spuren)
- außerhalb
geschlossener Ortschaften:
80
km/h
- innerhalb geschlossener Ortschaften:
50 km/h
Kreisverkehr:
die im Kreis Fahrenden haben Vorfahrt
Gelbe
Linie am Straßenrand:
Parkverbot
Abblendlicht:
für Motorräder auch tagsüber Pflicht
Motorradhelm:
Pflicht
Aufpassen
(!!!), Das etwas andere Urlaubsfoto !!!
In den beiden Fahrtrichtungen in der Gallery (Pratteln-Basel) sind
Geschindigkeitsbänder eingebaut. Sie sind unter dem Belag nicht sichtbar,
geblitzt wird erst am Ende des Tunnels.
Info: Diese neu entwickelnden, hochtechnisierten Anlagen werden von
nun an "leider" vermehrt errichtet! U. a. in diversen Tunnel rund um
Luzern!
Man sieht keine Blitze, mann sieht es erst wenn's eingeschrieben per Post
kommt!
Jeweils auch an der Autobahn Ausfahrt Baden soll ein "blitzendes Ärgernis"
montiert worden sein. (Die Info habe ich von Andreas Walter erhalten, vielen
Dank)
Italien:
Auf
den Autobahnen werden Gebühren erhoben wie in Frankreich.
Höchstgeschwindigkeiten:
- Autobahnen:
130 km/h (Fahrverbot für Mobbeds unter 150 cm³ !)
- außerhalb
geschlossener Ortschaften:
110 km/h (zweispurig)
90 km/h (einspurig)
Kreisverkehr:
die im Kreis Fahrenden haben Vorfahrt
Gelbe/
gelb-schwarze Linie am
Motorradhelm:
Pflicht
Verkehrsschilder:
„Senso
unico“:
Einbahnstraße
„Sbarrato“:
gesperrt
„Tenere
la destra“: rechts fahren
„Tutti
direzioni“: alle Richtungen
![]() |
Fährverbindungen |
Grundsätzlich
gibt es zwei Möglichkeiten, mit der Fähre nach Korsika zu gelangen: Über
Frankreich und über Italien.
Im
Wesentlichen teilen sich 3 Gesellschaften den Markt auf (Stand 2004):
SNCM (Société
Nationale Maritime Corse-Méditerranée):
Die
staatliche französische Gesellschaft ist der Platzhirsch an den französischen
Fährhäfen mit einer Vielzahl an Abfahrten. Sie legen ab von Marseille,
Nizza und Toulon. Ihre Schiffe gehören zu den größten Fähren im
Mittelmeerraum. Der Komfort ist allgemein höher als bei den italienischen
Gesellschaften. Die Anreise ist dafür aber auch wesentlich teurer. Die Preise
schwanken je nach Saison und Hafen für 2 Personen (Deckpassage) und 1 Motorrad
zwischen 100 Euro und 170 Euro für die einfache Fahrt. Die Überfahrten dauern 5
bis 14 Stunden.
Die
Tochtergesellschaft Corsica Marittima
existiert erst seit wenigen Jahren und legt vom italienischen Festland ab,
jedoch nur von Livorno. Die Preise
schwanken zwischen 95 Euro und 125 Euro. Die Überfahrten dauern 3 bis 11 Stunden.
Anschrift:
SNCM Germany GmbH
Berliner Straße 31 - 35
D-65760 Eschborn
(
06196 / 42911
;
06196 / 483015
Homepage: http://www.sncm.de/
Corsica Ferries
Sie
ist die wohl am häufigsten gewählte Fährlinie nach Korsika. Sie bietet einen
geringfügig höheren Komfort als die Moby
Lines und hat auch die etwas höheren Preise, setzt aber andererseits auch
wesentlich mehr Schiffe ein und bietet mehr Auswahl. Gestartet wird von Savona
(bei Genua) und Livorno
an der italienischen Küste. Seit einigen Jahren starten sie auch von der
französischen Küste, von Nizza und Toulon. Die Preise liegen
auch wieder abhängig von Saison und Hafen zwischen 80 und 200 Euro für 2
Personen und 1 Motorrad einfach. Für die Überfahrt braucht man 2 3/4 bis 8
Stunden.
Nach jüngsten, negativen Erfahrungen im Umgang der Crew mit den Passagieren rate ich zur Buchung bei den anderen Anbietern (2004).
Anschrift:
Corsica & Sardinia Ferries GmbH
Georgenstraße 38
D-80799 München
(
089 / 389991-0
;
089 / 338576
Homepage:
http://www.corsicaferries.com
MOBY
Lines
Die
Gesellschaft mit dem freundlich dreinblickenden, blauen Wal als
Erkennungszeichen. Die Fähren legen ab von Genua,
Livorno und von Piombino. Die
Preise bewegen sich zwischen 80 und 115 Euro für 2 Personen und 1 Motorrad
einfach. Je früher gebucht wird, desto größer sind die Chancen auf
Ermäßigungen. Gefahren wird 3 1/2 bis 4 1/2 Stunden.
Anschrift:
MOBY Lines Europe GmbH
Wilhelmstraße 36-38
D-65183 Wiesbaden
(
0611 / 14020
;
0611 / 1402244
Homepage: http://www.mobylines.de
Happy Lines
Die Gesellschaft war die Jüngste im Bunde und ist mittlerweile leider pleite. Seit März 2003 geht nix mehr. Es geht das Gerücht, daß es in absehbarer Zeit eine neue Gesellschaft geben soll. Sobald ich etwas neues herausbekomme, werde ich es hier kommunizieren.
Weitere Möglichkeiten, nach Korsika zu gelangen, bestehen in der Anreise über Sardinien. Zwischen Santa Theresa di Gallura (Sardinien) und Bonifacio (Korsika) bestehen mehrere Fährverbindungen, die fast stündlich verkehren. Die Buchung erfolgt direkt am Hafen.
![]() |
Die Planung |
Zur
Planung besorgt man sich ein paar Wochen vor der Abreise erst einmal die
entsprechenden Fahrpläne von SNCM,
Corsica Ferries und MOBY Lines in den Reisebüros oder bestellt sie
direkt über die genannten Kontaktadressen. Alternativ kann man auch alle
Information über die angegebenen Internentadressen abrufen (und sogar gleich
online buchen).
Preisvergleiche
zwischen den Gesellschaften lohnen sich unbedingt! Denn Jede definiert die
Saisonzeiten individuell. So ist es möglich, daß eine Fahrt am gleichen Tag
von Genua nach Bastia bei der MOBY
Lines in der Vorsaison nur die Hälfte kostet gegenüber der Corsica Ferries, die bereits mit Hauptsaison-Zuschlägen rechnet. So
lassen sich teilweise über 50 Euro für die einfache Fahrt sparen.
Vorbuchen
ist normalerweise für Motorräder und Deckpassage nicht nötig, selbst wenn es
mal vorkommen sollte, daß man im Hafenbüro auf die Warteliste Platz 4711 gesetzt
wird und die Angestellten bedenklich die Köpfe hin und her wiegen, ob es klappt
oder nicht. Ich habe noch nie einen Motorradfahrer zurückbleiben sehen. Eng
wird es höchstens unmittelbar vor Feiertagen oder bei Streikgefahr. So erhält
man sich eine gewisse Flexibilität bei der Urlaubsplanung und muss keinen Stress
machen, wenn es mal bei der Anreise nicht so richtig läuft.
Andererseits lassen sich mittlerweile einige Euros sparen bei Vorbuchung. Im Frühjahr werden einige Spartarife wie "Mobypex", "Jackpot" usw. angeboten. Da kostet das Mopped manchmal sogar nur 1 Euro, usw..
Die
Anfahrten zu den Hafenbüros in Frankreich und Italien sind in den Fahrplänen
sehr gut mit Kartenskizzen beschrieben. Wenn man sich den Hafenstädten nähert,
sorgen zusätzliche Hinweisschilder der einzelnen Reedereien am Straßenrand für
eine lückenlose Information, und die Ablegestelle ist schnell gefunden.
![]() |
Die Einschiffung |
Im
Hafenbüro kauft man sich die entsprechenden Tickets. Im Ernstfall reichen sogar
noch 5 Minuten vor der Abfahrt, sofern der Körper den stark erhöhten
Adrenalinspiegel aushält. Die französischen und italienischen
Besatzungsmitglieder bleiben bis zum Schluss relativ relaxt. Das Geschrei hat
nichts weiter zu bedeuten. Es scheint mehr kulturellen Ursprungs und wirkt eher
wie ein Akt sinnlicher Vorfreude auf die unmittelbar bevorstehende Überfahrt.
Die Bezahlung wird in bar, per Euroscheck oder per Kreditkarte akzeptiert. Sind
die Tickets erst einmal gebunkert, hat man normalerweise genug Zeit, seine
Klamotten für die Überfahrt auszupacken oder sogar nochmal das Hafengelände für
Besorgungen zu verlassen.
Motorradfahrer
brauchen sich nicht in die Autoschlangen einzureihen, da sie sowieso erst ganz
am Schluss einfahren dürfen. Am besten stellt man sich einfach zu den anderen
Motorradfahrern irgendwo an der Seite dazu und tauscht ein paar Tipps aus oder
knüpft bereits Kontakte für die nächsten Wochen.
Zum
Einfahren wird man von der Besatzung aufgefordert. Dabei ist darauf zu achten,
daß der Schiffsboden meistens sehr ölig und damit gefährlich glatt ist. Im
Allgemeinen finden die Motorräder am Rand ihren Platz und werden von der
Besatzung mit Seilen gesichert. Alles Unnötige an Gepäck lässt man am besten
am Motorrad, z. B. die Helme. Dann braucht man an Deck nicht alles mit sich
herumzuschleppen.
![]() |
Praktische Tipps zur Überfahrt |
Alle
Gesellschaften bieten Tages- und Nachtfahrten an. Ich
empfehle eine Nachtfahrt gleich aus mehreren Gründen.
Zum
einen hat man sich damit gleich das erste Nachtquartier gespart, bei Buchung der
Deckpassage.
Zum
anderen wird dadurch die Anreise wesentlich verkürzt. So kann man tagsüber
anreisen, geht abends auf das Schiff und ist am nächsten Morgen bereits auf der
Insel. Dort hat man den ganzen Tag vor sich und kann sich einen ersten Eindruck
von der Insel machen und in aller Ruhe ein Quartier suchen. Außerdem gibt es während
der Überfahrt ja doch nicht viel zu sehen.
Bereits
beim Packen zuhause sollte man sich Gedanken machen, was man auf der Fähre
alles braucht und es erst ganz am Schluß in die Koffer stopfen. Auf den Fähren
ist es allgemein üblich und wird von den Besatzungen toleriert, daß die
Passagiere ohne Kabine ihre Schlafsäcke ausrollen, wo halt gerade Platz ist.
Das gilt für drinnen und draußen. Sinnvoll ist, wenn man sich seine Iso-Matte,
Schlafsack und Waschkram mit an Deck nimmt, da während der Fahrt
die Fahrzeugdecks aus Sicherheitsgründen verschlossen sind. Der Schlafsack
macht durchaus Sinn, denn auch im Sommer kann es auf hoher See an Deck
empfindlich kalt werden, und im Schiffsrumpf kann einem die Klimaanlage die
ganze Nacht über Gänsehaut verursachen.
Ist
die Maschine im Schiffsrumpf erstmal vertäut, sollte man sich als erstes um den
Schlafplatz kümmern, denn vor allem in der Hauptsaison sind selbst die Flure übersät
mit Schlafsäcken. Draußen nächtigen kann sehr romantisch sein. Ungemütlich
wird es dann, wenn das Nachtlager in der Nähe von Gröler-Gruppen liegt, die
sich betont exzessiv auf ihren bevorstehenden Urlaub einstimmen, und das bis ins
Morgengrauen. Unter freiem Himmel besteht außerdem die Gefahr, im Laufe der
Nacht von einem feuchten Salzfilm überzogen zu werden, der sich eklig schmierig
in die Klamotten setzt oder alles rußig wird vom Schornstein. Wer draußen übernachten
will, ist unter den Vordächern auf den hinteren Sonnendecks am besten
aufgehoben. Ist der Platz erst einmal gefunden, kann man es geruhsam angehen
lassen und sich auf den nächsten Morgen freuen.
Die Verpflegung bringt man sich am besten selbst mit an Bord, denn die Preise auf dem Schiff sind durchaus als gesalzen zu betrachten. Morgens, wenn sich die Fähre nach der Nachtfahrt dem Zielhafen nähert, strömen viele an die Frühstückstheke und ziehen sich einen gummiartigen, seifig schmeckenden Mikro-Croissant rein und dazu einen schlabbrigen Pseudo-Kaffee. Dann schon besser noch ein paar Minuten aushalten und auf der Insel in einem gemütlichen Hafen-Bistro bei einem Petit Déjeuner Complet die erste Urlaubsluft schnuppern
![]() |
Ausrüstung |
Motorrad
Vor
jeder längeren Tour sollte man seine Maschine nochmal durchchecken, um vor Ort
keine unliebsamen Überraschungen machen zu müssen. Speziell bei einem Trip
nach Korsika gibt es einige Besonderheiten zu beachten.
Bremsen,
Reifen, Kette und Gepäckträger sind
besonderen Belastungen ausgesetzt. Dementsprechend sollte man sein Augenmerk vor
der Abreise gerade darauf richten.
Ich
bin jedes Mal wieder aufs Neue überrascht, was korsische Straßen an Gummi und
Bremsbelägen fressen. Bei einem 4-wöchigen Urlaub empfehle ich vorher einen
neuen Satz Reifen aufzuziehen, denn die unzähligen Kurven und schnell
befahrbaren Straßen zeigen kein Mitleid mit den Pneus. Unangenehm wird das
Ganze dann bei der Rückfahrt vor allem bei den Grenzern in der Schweiz. Denn
neben der Autobahn-Vignette interessieren sie sich vor allem für das
Reifenprofil. Wenn sich ihnen dann eine blankgeschliffene Gummihaut
entgegenstreckt, gibt es kein Durchkommen mehr. Was die Bremsbeläge betrifft,
so sollten sie zumindest vorher auf ihre Haltbarkeit hin überprüft werden.
Beliebt
und weit verbreitet sind rüde Angriffe auf die Gummisohlen durch rostige Nägel
und spitze Steine. Dagegen hilft bedingt der weit verbreitete Reifenpilot,
den es an jeder Tankstelle gibt. Besser ausgerüstet ist man mit dem Palufix-Reifenpannenset
für Schlauchlosreifen, das es in Fachgeschäften zu kaufen gibt. Es ist ein
Gummipfropfen, der einvulkanisiert wird. Mit ähnlichen Mitteln sind auch einige
korsische Tankstellen ausgerüstet.
Wer
zu den bedauernswerten Fahrern mit Kettenantrieb zählt, auf den kommt Arbeit
zu. Mit in das Reisegepäck gehört dann auf jeden Fall eine Pulle Kettenspray.
Obwohl viele Straßen asphaltiert sind, ist ein Korsika-Urlaub doch insgesamt
eine staubige Angelegenheit. Neben einer gründlichen Vorreinigung hilft vor Ort
nur häufiges, aber dennoch behutsames Nachschmieren, denn ist die Kette zu
fettig, sammelt sich umso mehr Dreck an.
Beim
Gepäckträger sind diejenigen mit Kunststoffsystem erfahrungsgemäß besser
bedient. Durch die Elastizität des Materials hält der Träger den oft stoßartigen
Belastungen besser stand. In der Urlaubszeit gehören Motorradfahrer mit
gebrochenen Trägern zu den Stammkunden bei den Reparatur-Werkstätten in
Korsika. Beim Beladen ist deshalb besonders darauf zu achten, daß eine größtmögliche
Entlastung gewährleistet ist und die schweren Sachen sowieso besser im
Tankrucksack untergebracht sind.
Sonstiges
Für
die beschriebenen Wandertouren bedarf es keiner Bergsteiger-Ausrüstung mit
Seilen und Haken. Es genügen gute Turnschuhe. Bergwanderstiefel sind zwar
besser geeignet, aber die sind dafür auch schwerer in den Koffern zu verstauen.
Mit dabei haben sollte man einen Rucksack und vor allem eine Wasserflasche.
Im Sommer brät die Sonne oft ganz ordentlich, sogar in größeren Höhen. Der Körper
trocknet dabei sehr schnell aus, und weil der Schweiß schnell verdunstet nimmt
man den Flüssigkeitsverbrauch gar nicht so bewußt wahr und dehydriert. Die
Folgen sind Übelkeit und Krämpfe.
Am
Meer bietet gerade Korsika eine tolle Unterwasserlandschaft, vor allem an der
schroffen, felsigen Westküste. Wer noch genug Platz im Koffer hat, wird die
Mitnahme einer Schnorchelbrille nicht bereuen.
Checkliste:
Technische
Ausrüstung
Sonstige Ausrüstung
¨ Motoröl
¨ Rucksack
¨ Kettenspray
¨ Trinkflasche
¨ Reifen-Flickzeug
¨ Wanderschuhe, Turnschuhe
¨ Werkzeug
¨ Schnorchelbrille
¨ Destilliertes Wasser (Batterie)
¨ Autobahn-Vignette (Schweiz)
¨ Spannbänder
¨ Klopapier
¨ Klebeband, Draht
¨ Personalausweis
¨ Ersatzsicherungen
¨ Reisepaß
¨ Ersatzlampen
¨ Schutzbrief
¨ Bügel-, Ketten-, Bremsscheibenschloß
¨ Grüne Versicherungskarte